Damit Bildung
überschaubar bleibt.
Abschlüsse, Stufen, Titel, Anrechnungen: Wer sich weiterbilden will, verliert schnell den Überblick. Welt der Bildung ordnet das Feld, erklärt die Zusammenhänge in verständlicher Sprache und zeigt, welcher nächste Schritt zu dem passt, was Sie bereits mitbringen.
Vier Fragen, an denen die meisten hängenbleiben.
Bildung ist in Europa gut geregelt und trotzdem schwer zu durchschauen. Wir übersetzen die Regeln in Sätze, mit denen Sie etwas anfangen können.
Wo stehe ich?
Welche Stufe der Bologna-Architektur bildet Ihr höchster Abschluss ab, und was folgt darauf sinnvollerweise als Nächstes.
EinordnungWas zählt schon?
Fortbildungen, Zertifikate, ausländische Abschlüsse, Berufserfahrung: Vieles davon ist mehr wert, als die meisten annehmen.
AnrechnungWas darf ich führen?
Welcher Titel in welchem Land geführt werden darf, hängt nicht nur vom Abschluss ab. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse.
TitelführungWie komme ich rein?
Zugang ohne Matura, alternative Wege und Voraussetzungen, die weniger streng sind, als ihr Ruf vermuten lässt.
ZugangDrei Stufen, ein System.
Der europäische Hochschulraum ist in drei Stufen aufgebaut. Wer das Prinzip einmal verstanden hat, kann fast jedes Angebot selbst einordnen.
Erste Stufe
Der Bachelor, in der Regel mit 180 oder 240 ECTS. Er ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss und die Grundlage für alles Weitere.
Zweite Stufe
Der Master mit 60 bis 120 ECTS. Er vertieft fachlich und öffnet den Zugang zur dritten Stufe. Abschlüsse sind unter anderem M.A., Mag. oder MBA.
Dritte Stufe
Die wissenschaftliche Promotion. Sie führt zum Doktorgrad und ist die höchste Stufe der Architektur.
Warum die Titelfrage
so oft schiefgeht.
Ein akademischer Grad wird verliehen, seine Führung aber ist national geregelt. Ein Abschluss kann also gültig sein und trotzdem nicht in der Form geführt werden dürfen, die man erwartet hat.
Dazu kommt, dass sich Berufsdoktorate, wissenschaftliche Promotionen und Weiterbildungsdoktorate in Anspruch und Zielsetzung deutlich unterscheiden, obwohl im Alltag alle drei als Doktor durchgehen.
Wer das vorher weiß, trifft eine andere Entscheidung als jemand, der es erst am Ende erfährt.
- Verleihung und Führung sind zwei verschiedene Dinge
- Die Führung richtet sich nach dem Recht Ihres Landes
- Zusätze und Herkunftsbezeichnungen sind nicht überall gleich geregelt
- Klären Sie die Frage vor der Einschreibung, nicht danach
Drei Wege, die oft verwechselt werden
- Wissenschaftliche Promotion, PhD oder Dr., für Forschung und akademische Laufbahn
- Berufsdoktorate wie PhDr. und PaedDr., für vertiefende akademische Qualifizierung
- Weiterbildungsdoktorat DBA, für praxisorientierte Management- und Führungskompetenz
Es gibt mehr als einen Eingang.
Der klassische Weg über die Matura ist der bekannteste, aber längst nicht der einzige.
Über die Praxis
Eine abgeschlossene Fortbildungsprüfung oder ein Abschluss nach landesrechtlicher Fortbildungsregelung kann den Zugang zu einem Bachelorstudium öffnen.
Ohne MaturaÜber ECTS
Kontaktstudien und akademische Weiterbildungen bringen ECTS, die auf spätere Studien angerechnet werden können und den Weg verkürzen.
SchrittweiseÜber Anrechnung
Bereits erbrachte Leistungen aus abgebrochenen oder ausländischen Studien sind oft anrechenbar und sparen Zeit und Geld.
Vorleistungen